Mediterrane Kost - Genuss ohne Verdruss
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Mediterrane Kost - Genuss ohne Verdruss
„Die mediterrane Ernährung ist eine jahrhundertealte Tradition, die zu einem ausgezeichneten Gesundheitszustand beiträgt, für Wohlbefinden und Essgenuss sorgt und einen lebendigen Bestandteil unseres Weltkulturerbes darstellt." So lautet das Internationale Konsensus Statement 2000 zur mediterranen Ernährung. Mediterrane Kost verspricht Gesundheit und Wohlbefinden ohne auf kulinarische Genüsse zu verzichten und ohne das lästige Kalorienzählen. Mediterrane Lebensmittel sind mittlerweile sowohl in den Regalen des Trockensortiments als auch in den Bedientheken und im Kühlbereich zu finden. Gerade die Kühlkost, ein neuer dynamischer Markt, verzeichnet hohe Zuwachsraten.
Traditionelle mediterrane Ernährung
Allgemein bezeichnet „traditionelle mediterrane Ernährung“ eine Lebensmittelauswahl und -zubereitung, wie sie in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in einigen Mittelmeerländern üblich war, bekannt ist hier vor allem Kreta mit der gleichnamigen Diät. Eine einheitliche mediterrane Kost gibt es so heute nicht mehr. Zu verschieden sind die Klimabedingungen, der Anbau von Obst-, Gemüse- und Getreidesorten, sowie die regionalen Geschmacksvorlieben und Zubereitungsformen in den 15 Mittelmeer-Anrainerstaaten.
Typisch für die „mediterrane Ernährung" sind Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst und Nüsse, wenig Milchprodukte, Fisch und Geflügel, selten rotes Fleisch und nicht zu vergessen Olivenöl als Hauptfettquelle und das natürlich alles frisch. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt dabei die mediterrane Lebensweise. Das heißt in erster Linie sich nicht hetzen lassen. Die Mahlzeiten in Ruhe und im geselligen Kreis einnehmen mit einem Glas Rotwein dabei. Eine Ernährungsweise, die so heute nur noch in ländlichen Gebieten zu finden ist. Stress, Fast-Food-Ketten und vermehrter Fleischkonsum haben auch in den Mittelmeerländern Einzug gehalten mit allen ihren negativen Erscheinungsformen. Grund genug sich auf traditionelle Essgewohnheiten zu besinnen.
Mediterrane Kost ist gesund
Oliven-Tomaten-Fisch sind der Inbegriff mediterraner Kost, der Ernährungsweise, die ein langes Leben verspricht und gesund hält. Die Griechen haben dabei die Nase vorn. Sie leben durch den Verzicht auf Bolognese und Spaghetti gesünder als die Italiener. Dies belegten bereits in der Vergangenheit mehrere Studien und zuletzt eine griechische Großstudie von 2011, vorgestellt im US-Fachblatt "Journal of The American College of Cardiology". Sie zeigt, dass mediterrane Kost besonders gut vor Zivilisationskrankheiten schützt und tendenziell Übergewicht, Bluthochdruck, Blutfett und Blutzucker reduziert. Die Studienautoren sehen in dieser Ernährungsweise ein einfaches kostengünstiges Mittel zur Prävention von Herz- und Kreislaufkrankheiten. Sie besteht aus viel ungesättigten Fettsäuren wie in Oliven und -öl, Früchten, Gemüse, Vollkorngetreide und fettarmen Milchprodukten, viel Fisch und wenig rotem Fleisch. Damit wird der gesundheitliche Nährwert der mediterranen Kost wissenschaftlich untermauert.
Antipasti to go
Die Antipasti als Hand Held für unterwegs oder als kleine Happen statt süßer oder salziger Snacks für zuhause sind gefragt. Gekühlt und ohne Öl eignen sie sich hervorragend für den schnellen Verzehr. Klein, pikant und leicht – wecken sie den Wunsch nach mehr. Das belegte Brötchen gilt hier als der erfolgreiche Wegbereiter. Wie eine Studie der European Business School belegt, spielt die Freude an der Unterwegsversorgung und der Genuss die wichtigste Rolle. Die leichte mediterrane Kost passt genau in dieses Konzept.
Bei den ungekühlten Antipasti geht der Trend eindeutig weg von der Konserve hin zu gekühlten Produkten. Dieser Entwicklung trägt der Handel durch eine Vielzahl neuer Angebote Rechnung: Frischetheken mit und ohne Bedienung bieten dem Kunden etwas fürs Auge, aber auch für den Geschmack.
Griechische Snack Oliven im praktischen, wiederverschließbaren Beutel sind ein Beispiel für die Kreativität im Handel und könnten sich als Renner auf dem Markt erweisen. Champignons, Minipaprika und Peperoni, gefüllt mit Frischkäse jeder Art oder sogar Ananas machen den Verbraucher neugierig. Nicht zu vergessen die Anbieter aus dem Nahen Osten, die mit neuen Rezepturen und handlichen Formaten auf den deutschen Markt drängen. Vegetarische Mini Falafel und Hummusbällchen sind unter dem Begriff „ethnic food“ zu finden.
Die Tellermitte neu definieren
Gekühlte Convenience ist auch hier im Trend. Die Zahl der Single-Haushalte steigt und immer mehr Frauen haben weniger Zeit zum Kochen. Die Tiefkühlbranche reagiert auf diese Entwicklung mit neuen Fertiggerichten, die einzelne Komponenten der mediterranen Kost oder ganze Gerichte anbieten. Neben den reinen Tiefkühlprodukten finden sich vermehrt Kühlkostprodukte, wie Salat in der praktischen wieder verschließbaren Box, Fisch à la mediterrane oder spanische Tortilla in der Klarsichtverpackung. Die qualitativen Anforderungen an diese Lebensmittel sind hoch; sie sollten so wenig Zusatzstoffe wie möglich enthalten, und nachhaltig sollen sie auch sein, ein Beispiel Frische-Pasta: Nach einer Nielsen-Studie, die sich über drei Jahre erstreckte, wächst die Käuferschicht für Frischteigwaren kontinuierlich: Die konsumierte Menge je Haushalt stieg in diesem Zeitraum insgesamt um 6 Prozent. Differenziert betrachtet, lässt sich eine Bewegung in Bio-Kost und in Richtung gluten- und laktosefreie Teigwaren registrieren. Einem Trend, dem verschiedene Anbieter auf dem deutschen Markt mit neuen Produkten in ihrem Sortiment begegnen. Convenience Produkte im Chill und Cook-chill-Bereich dominieren den Markt. Innovation und Kreativität sind hier gefragt, wenn man Erfolg haben möchte.
Geschmack ist Trumpf
Laut der neuen Consumers’ Choice Studie des BVE und GfK muss Essen in erster Linie schmecken. Mediterrane Produkte haben den Vorteil, dass sie bereits ein positives Image haben. Der Handel nutzt dieses verkaufsfördernde Image, um die noch junge Branche der chilled Produkte positiv zu besetzen. Die mediterrane Kost entspricht den neuen Tendenzen im Essverhalten: schnell-lecker-leicht. Convenience wird hier der Markt mit den größten Zuwachsraten sein. Aber Qualität und Preis müssen stimmen. Stärker als Gesundheitsappelle wirken wahrscheinlich gute Marketingstrategien und Produkte. Und es ist in jedem Fall besser der Kunde greift zu küchenfertigem Gemüse (sei es nun frisch oder tiefgekühlt), als dass er ganz auf Gemüse verzichtet.
Ingrid Spicker, InterMopro.de
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