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Den „alten Geschmack“ neu entdecken

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Den „alten Geschmack“ neu entdecken

© dolce e piccante
Thomas Beckschäfer und
Christa Tscheikow © dolce e piccante

Interview mit Thomas Beckschäfer, Inhaber des Feinkostgeschäftes „dolce e piccante“

Das Bonner Feinkostgeschäft „dolce e piccante“ hat sich auf regionale Produkte aus der Toskana spezialisiert. Zusätzlich bieten sie regionale Produkte aus dem Rheinland an. Neben Wildschwein aus der Toskana sind deshalb auch Wildspezialitäten aus der Eifel zu finden. In unserem Interview spricht Thomas Beckschäfer über die Bedeutung des Direktvertriebes für den Kunden und betont den Manufakturcharakter seiner Waren.

Was verstehen Sie unter Feinkost und welche Lebensmittel zählen Sie dazu?

Dazu gehören für mich alle Lebensmittel, die mit besonderer Sorgfalt hergestellt werden und aus ausgesuchten, guten Zutaten bestehen. Vorwiegend stammen sie also aus kleinen handwerklichen Betrieben. Die Lebensmittel sollten möglichst ohne Konservierungsstoffe und auch: nach alten Rezepten hergestellt sein. Die Kunden haben so die Möglichkeit, die „alten Geschmäcker“ wieder zu entdecken.


Welche Erwartungshaltung haben Kunden, die Ihren Laden betreten?

In erster Linie werden Produkte/Spezialitäten aus Italien erwartet. Die Kunden erwarten etwas Besonderes, dass sie sonst nirgendwo kaufen können. Häufig haben sie in Italien etwas Leckeres genossen haben und sind jetzt auf der Suche danach.


Wie unterscheidet sich ihre „Feinkost“ von der in den großen Lebensmittelketten angebotenen Feinkost?

Schwerpunkt unseres Warenangebotes sind Produkte aus der Toskana, die wir selber direkt importieren und damit nicht über den Grosshandel gehen. So können wir Produkte anbieten, die zum Teil erst nach unserer Bestellung frisch hergestellt werden. Zum Beispiel Cantuccini (14 Sorten) ohne Konservierungsstoffe. Sie sind dadurch nur ca. 3 Monate haltbar, haben aber den unvergleichlichen Geschmack, genauso wie in Italien. Im Supermarkt findet man nur Ware „von der Stange“ mit einer langen Haltbarkeit, die dann auch wie aus jedem anderen Supermarkt schmecken.
Alle diese Produkte sind in Deutschland nur über uns zu beziehen. Sie werden nach alten, italienischen Rezepten und aus ausgewählten Zutaten in kleinen, handwerklichen Betrieben hergestellt. Auch wird in ganz anderen Mengen (keine Massenproduktion) produziert.

 
 

© dolce e piccante
Bocconcini alla Mandorla
© dolce e piccante
Bocconcini alla Mandorla

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Das einfache Leben auf gehobenen Niveau mit Pasta, Wildschwein-Sugo und Wein
© dolce e piccante
Das einfache Leben auf gehobenen Niveau mit Pasta, Wildschwein-Sugo und Wein

© dolce e piccante
Die Produkte sind „frisch produziert und traditionell verarbeitet“.
© dolce e piccante
Die Produkte sind „frisch produziert und traditionell verarbeitet“.

© dolce e piccante
Trüffelpasta, pikante Bruschetta mit Trüffelgeschmack oder Trüffelkonfekt. Buon appetito!
© dolce e piccante
Trüffelpasta, pikante Bruschetta mit Trüffelgeschmack oder Trüffelkonfekt. Buon appetito!

© dolce e piccante
Die Aussenansicht erinnert an den kleinen "Tante Emma Laden" von früher.
© dolce e piccante
Die Aussenansicht erinnert an den kleinen "Tante Emma Laden" von früher.

Für welche Produkte interessieren sich die Kunden überwiegend und kaufen sie dann auch?

Teilweise kommen die Kunden mit einer klaren Vorstellung in unser Geschäft. Sie informieren sich vorab auch im Internet und kaufen dann gezielt. Viele unserer Produkte können probiert werden. Diese Produkte werden dann auch meistens gekauft, da der Kunde jetzt auch weiß, was er kauft. Schwerpunkt des Interesses sind Wildspezialitäten aus der Toskana wie zum Beispiel Wildschweincrostini (mit oder ohne Trüffel), Cantuccini und Gebäckspezialitäten aus der Toskana, genauso wie gute Öle und Aceto.


Vertreiben Sie regionale Produkte aus Deutschland? Wie sieht der Markt hierfür aus und interessiert sich der Kunde für die Herkunft der Waren?

Ja, wir vertreiben auch Produkte aus dem Umland. Wir haben viele verschiedene Senfsorten aus der historischen Senfmühle Monschau. Außerdem haben wir Chutneys und Pesti von der „Kölner Weckzeit“, eine Manufaktur, die ihre Produkte aus frischen Früchten und Zutaten ohne Konservierungsstoffe herstellt, im Angebot. Saisonal bedingt gibt es im Herbst wieder Wildspezialitäten aus der Eifel. Die Kunden interessieren sich sehr für die Herkunft der Waren. Das gilt für alle Produkte.

In den letzten Jahren konnte das Segment Feinkost mit einer Zuwachsrate von fast 20 Prozent auftrumpfen. Können Sie diese Entwicklung bestätigen und wenn ja, welche Feinkostartikel sind von dieser Entwicklung betroffen?

dolce e piccante wurde erst Mitte November letzten Jahres eröffnet. Von daher können wir wenig dazu sagen. Wir sehen nur, dass wir viele Stammkunden haben, die alle begeistert wiederkommen und dass es immer mehr werden. Ich denke, dass der Verbraucher etwas Besonderes für sein Geld möchte und sich dann auch gerne „Gutes“ gönnt.


Ingrid Spicker, InterMopro.de