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The world of the Nanos

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The world of the Nanos

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Hilfreiche Zwerge - die Nanos

Sie sind klein – sehr klein. Im Größenverhältnis wie ein Fußball zur Erde. Ein Millionstel eines Millimeters. Und doch haben diese Zwerge viel Power. Im Vergleich zu Mikropartikeln, die schon länger bei Lebensmitteln zum Einsatz kommen, entwickeln die Nanos mit einem Bruchteil des Durchmesser ganz neue Qualitäten. Denn sie können Zellwände durchdringen und schlüpfen durch körpereigene Filter. In der Masse haben die ultrakleinen Helfer eine überdimensionale Oberfläche, wodurch eine höhere Wirksamkeit entsteht. Als Transportvehikel für Nährstoffe kommen die Nanos zum Einsatz und sie verbessern das Handling von vielen Rohstoffen bei der Zubereitung von Speisen.

Die Industrie forscht seit einigen Jahren an dieser Technologie. Die synthetischen Winzlinge optimieren die Rieselfähigkeit von Pulvern in der Lebensmittelproduktion. Sie sorgen dafür, dass empfindliche Enzyme und Vitamine die Magensäure überstehen und erst im Darm zur Entfaltung kommen, wo die Wirksamkeit am höchsten ist. Einsatzgebiete sind hier Functional Food und Snacks mit gesundem Mehrwert. Auch ästhetisch werten die Mini-Agenten unser Essen auf, z.B. verhindern sie den Grauschleier auf älterer Schokolade.

Das ist noch nicht alles: Die Nanos machen Verpackungen intelligent. Sie reagieren auf Veränderungen der Inhaltsstoffe, wenn diese ihre Haltbarkeit überschritten haben, und verfärben sich als Warnsignal. So weiß der Verbraucher, wann es Zeit ist für die Entsorgung. Unbekömmlichkeiten können im Vorfeld schon verhindert werden, da die schlauen Zwerge antibakterielle Substanzen abgeben können, die ein Umkippen der Nahrung abwenden. Küchengeräte wie Pfannen und Töpfe erhalten durch die Nanopartikel eine besonders glatte Oberfläche, die Anhaften verhindert und den Alltag in der Küche erleichtert. Kühlschränke werden hygienischer durch die Beschichtung mit keimtötenden Substanzen auf Nano-Basis. Reinigungsmittel profitieren von nanofeinen Beigaben und erzeugen damit den Abperleffekt – Schmutz hat so keine Chance sich festzusetzen. Selbst Einkaufswagen sind heute schon mit desinfiziernden Schichten versehen, damit die Ware sauber auf den Tisch gelangen kann.

Im Fastfood-Bereich werden Frittieröle langlebiger, weil die kleinen Nützlinge die chemische Konsistenz des flüssigen Fetts stabilisieren. Endlich können Ketchup-Flaschen restlos geleert werden, denn Nanos lassen die Tomatensoße restlos aus dem Glas gleiten. Die Agrarindustrie erlebt eine Revolution durch den Einsatz bei Düngern und Pestiziden: Durch die Verkapselung der Wirkstoffe kommen diese erst zur Entfaltung bei optimalen Rahmenbedingungen. Der Nanodünger reagiert erst bei Hitze oder der Zufuhr von Wasser. Insektengift bleibt solange wirkungsneutral, bis es in Kontakt mit den Verdauungssubstanzen im Schädlingsmagen kommt.

Ganz unumstritten ist die Nano-Technologie allerdings nicht. Manche Studien warnen vor der Unberechenbarkeit der Wirkung im menschlichen Organismus. Dazu liegen auch noch keine gesicherten Forschungsergebnisse vor. Eine Kennzeichnungspflicht besteht nicht für Nano-Produkte. Das Europaparlament hat sich gerade der Sache angenommen. Möglich wäre, dass die Partikel bei der Verwertung im Körper auch ungewünschte Aktivitäten entwickeln.

Forscher denken schon einen Schritt weiter. Die wachsende Intelligenz der Nanos könnte dazu führen, dass Lebensmittel sich den individuellen Ansprüchen der Konsumenten anpassen und sogar interaktiv funktionieren. Die Grenzen zur Gentechnologie sind fließend. Klon- Lebensmittel von gen-optimimierten Pflanzen und Tieren wären vorstellbar.
Die Nano-Biotechnologie verbessert heute schon Erbmaterial von Nutzpflanzen. Bei der synthetischen Biologie stehen künstliche Mikro-Organismen mit Mehrwert auf der Agenda. Nano-Sensoren mit Überwachungsfunktionen für Agrarbetriebe könnten zur Schnittstelle zwischen Informationstechnologie und Biologie werden. Also ungeahnte Möglichkeiten, die sicher einer Kontrolle bedürfen.

Ralph Bloemer, InterMeat.de

 
 
 

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