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Cinnamon - spice exotic with history

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Cinnamon - spice exotic with history

Fuchs Gewürze GmbH
Zimt

Über den Ursprung des Zimt herrschte in früheren Zeiten große Unkenntnis. Das von Bäumen in China geschälte und in Stangen gehandelte Gewürz war an den Höfen des Mittelalters hochbegehrt.

Vor etwa 5000 Jahren begannen die Chinesen, die Rinde des Zimtbaums zur Veredlung von Speisen zu nutzen. Über die damaligen Handelswege wurde Zimt, zusammen mit Seide, in den Orient gebracht und dort für Getränke und süße Gerichte verwandt. Bereits das Alte Testament erwähnt mehrere Sorten von Zimt als bekömmliche Zutat. Seine Heilkraft bei Erkrankungen der oberen Luftwege und Magenbeschwerden wurde damals schon erkannt.

Die Babylonier und später die Phönizier übernahmen dann den Handel mit Zimt. Die alten Griechen gaben gern eine Prise davon in den Wein, denn süße Getränke standen damals hoch im Kurs. Über die Herkunft des Gewürzes schwiegen sich die Händler allerdings aus, um mögliche Konkurrenten fern zu halten. Daher gab es unterschiedliche Gerüchte. Es war die Rede von Plantagen auf dem Grund des Meeres, sogar tierische Spender galten als möglich. Da die Beschaffung so schwierig war und manche Händler diese mit dem Leben bezahlten, war Zimt besonders wertvoll. Piraten und Wegelagerer machten den Reisenden in Sachen Gewürze oft einen Strich durch die Rechnung. Wenn das Unterfangen hingegen gelang, war der Profit enorm. Noch heute reden wir von einer „Stange“ Geld, die sich damals auf die Zimtrollen bezog.

Im Mittelalter gab es Bestrebungen, sich vom Handelsmonopol der Araber zu lösen. So wurde nach Wegen gesucht, ähnlich wie beim Pfeffer, das edle Gewürz direkt zu importieren. Als die italienischen Handelsmetropolen und in der Folge der großen Entdecker aus Portugal und Spanien die Holländer und Engländer die Einfuhr übernehmen konnten, war der Reichtum für die Händler gesichert. Auch in Deutschland waren Zimt und Pfeffer die Grundlage für große Vermögen. Wer es sich leisten konnte, hat mit Gewürzen rauschende Feste gefeiert. Anton Fugger verbrannte Schuldscheine des Kaisers auf dem Markt auf einem Feuer aus Zimtstangen zur Demonstration seines Reichtums.

Mit dem Überfluss an Gewürzen durch die direkte Einfuhr aus den Herkunftsländern erlahmte das Interesse an dem edlen Stoff. Es wurde immer gewöhnlicher, mit Zimt zu kochen. Während man früher noch bei Hofe in großen Mengen würzte, um Reichtum zur Schau zur stellen, reichte ab dem 19. Jahrhundert schon eine Prise Zimt aus. Heute ist Zimt vor allem in der Weihnachtszeit beliebt bei der Zubereitung von Gebäck und Früchten.

Ralph M. Bloemer

 
 

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