Essen mit Mehrwert: Functional Food
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Essen mit Mehrwert: Functional Food
Weniger Cholesterin mit Margarine, bessere Verdauung mit Yoghurt – warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Viele Lebensmittel verfügen heutzutage über heilende Beigaben. Durch den Zusatz von Ergänzungssubstanzen wie Vitamine und Ballaststoffe können wir zudem Zeit und Geld sparen bei der Nahrungsaufnahme. Die gesunden Helferlein versprechen Gesundheit und Wohlbefinden ohne Mehraufwand.
Effizienz beim Ess-Genuss liegt weiterhin im Trend. Während Convenience Food für schnelle Zubereitung und Haltbarkeit steht, hat Functional Food auch noch das Reformhaus im Gepäck. Selbst wenn der endgültige wissenschaftliche Beweis für die Wirksamkeit der „Power-Lebensmittel“ noch aussteht, so vermitteln diese veredelten Produkte doch ein gutes Gefühl beim Verbraucher. Ganz neu ist diese Entwicklung nicht: Müsli und Ovomaltine sind alte Vertreter dieser Nahrungsmittelgruppe. Die systematische Anreicherung mit Vitalstoffen begann allerdings erst in den Neunzigern. Heute verzichtet selbst Naschzeug nicht auf die Gesundmacher: Beispiele sind Drops mit Vitamin C und Nussnougat-Creme mit Vitamin E. Der Hinweis auf den Anteil an der empfohlenen Tagesdosis gibt den Ausschlag: Die Mutter ist beruhigt und dem Kinde schmeckt’s.
Vier Gruppen von Hilfsstoffen geben Lebensmitteln den Kick:
-Ungesättigte Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel (z.B. Brotaufstrich)
-Probiotische Bakterienkulturen wirken positiv auf die Darmflora (z.B. Molkereiprodukte)
-Ballaststoffe fördern die Verdauung (z.B. Getreideprodukte)
-Vitamine und Mineralien stabilisieren den Organismus (überall einsetzbar)
Der Übergang zu Gen-Food ist mittlerweile fließend: Reis erhält über die Erbsubstanz den Befehl, mehr Vitamin B und Eisen zu produzieren. Damit ist der zusätzliche Nutzwert bereits eingebaut. Auf dem Weg nach Deutschland sind auch „Brain Food“ und „Beauty Food“. Wie einst das Studentenfutter mit dem natürlich integrierten Vitamin B-Komplex die Hirnaktivität akademischer Kreise beflügelte, so soll der Trend aus USA und Japan durch den Zusatz chemischer Substanzen zu mehr Denkleistung in allen Bevölkerungsgruppen führen. Mit den Schönheitsleckereien rücken Antioxidantien und Omega-Fettsäuren unreiner Haut zu Leibe.
Ralph M. Bloemer
InterMopro.de









